EUROPA UND SEINE DEMOKRATIE

Goethe und die Idee Europas

Europa und der Stier
Europa und der Stier

Es gibt wohl kaum eine Figur in der europäischen Geschichte der vergangenen dreihundert Jahre, an der sich die Ausbildung eines wahrhaft "europäischen Geistes" deutlicher ablesen läßt als an Johann Wolfgang Goethe. Schon als Kind war er der französischen, englischen und italienischen Sprache mächtig und Zeit seines Lebens ließ er sich von europäischen Literaten, Philosophen, Musikern, Komponisten und Bildenden Künstlern inspirieren. Aber auch indische, arabische und chinesische Literatur und Kunst beeinflußte ihn. Umgekehrt übte er nachhaltig Einfluß auf das Kulturschaffen und Geistesleben in vielen Ländern - in und außerhalb Europas. Zweifelsohne zählt Goethe unter den historischen Persönlichkeiten zu den Ersten, die kosmopolitisches und wahrhaft europäisches Denken ganz selbstverständlich gelebt, durchgesetzt und damit weitergegeben haben.

 

Falsch wäre es zu meinen, dass Goethe für die Aufhebung der Nationen war. Ein Goethe in England, wäre ebenso undenkbar gewesen wie ein Shakespeare in Italien oder ein Rossini in Skandinavien. Die Vielfalt der Nationen mit den ihnen eigentümlichen Kulturen, die ihre Aufgabe an Europa im Überwinden des Nationalismus haben und die durch ihre Eigenart zur Gemeinschaft Europas beitragen, das ist die Idee Europas. (Ein Klick auf die Abbildung erweitert die Idee Europas.)

Demokratie oder Demokratismus?

Für eine wirkliche Demokratie im Westen, die aus der Versklaverei durch das Imperium herauskommen will, braucht es drei Dinge, die falls Interesse besteht, näher erläutert werden können:


1. Entflechtung des Einflusses von der Wirtschaft auf die Politik. Die Politik hat durch Gesetze die Erhaltung der Menschenwürde in der Wirtschaft zu bestimmen. Die Wirtschaft soll ihre eigenen Angelegenheiten durch EIN WIRTSCHAFTSPARLAMENT regeln, in dem sich die diversen Assoziationen austauschen. Dies soll zum Wohle der Menschheit geschehen und nicht zu deren Ausbeutung, wie das heute geschieht. Wirtschaftliche Sanktionen gegenüber einem Staate treffen immer die einzelnen Individuen und sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
BRÜDERLICHKEIT IM BEREICHE DES WIRTSCHAFTSLEBENS ist das Ziel.
Hier und nur hier hat die UNO eine Aufgabe.


2. Die Politik hat die Aufgabe die Menschenrechte und die Menschenwürde so zu schützen, dass sich jedes Individuum eines Staatsgebietes frei, seinen Fähigkeiten gemäß, entfalten kann. Das Rechtsleben allein darf ein “Gewaltmonopol” (Polizei, Militär) zum Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde haben. Die Wirtschaft darf darauf keinen Einfluss nehmen. Hier hat der Nationalstaat seine Berechtigung und gestaltet auch die rechtlichen Verhältnisse mit den anderen Nationalstaaten autonom.
GLEICHHEIT IM BEREICHE DES RECHTSLEBENS. Es darf hier keine Unterschiede des Standes oder der Herkunft eines Menschen geben. Die Gesetze der Politik, die im POLITISCHEN PARLAMENT beschlossen werden, müssen dafür sorgen, dass im Wirtschaftsleben die Menschlichkeit und Menschenwürde gewahrt bleibt und im kulturellen Schaffen Freiheit gewährt ist.


3. Im kulturellen und wissenschaftlichen Schaffen muss sich eine individuelle Ethik entwickeln, der die Menschenwürde und die Menschlichkeit an sich zugrunde liegen. Diese muss von der Politik geschützt werden. Der Rechtsstaat darf nur da eingreifen, wo wahrhafte Menschlichkeit gefährdet ist. Dort aber muss er eingreifen.
FREIHEIT IM GEISTESLEBEN.
Da gehören das Bildungswesen, die Ideen zur Gesetzgebung, das Gesundheitswesen und das ganze künstlerische Schaffen dazu. Das Geistesleben einer Gesellschaft muss aus den wirtschaftlichen Errungenschaften finanziert werden, denn es sind die Ideen, die aus dem Reichtum der freien Ideenschöpfung kommen, welche Staat und Wirtschaft entwickeln.
Da finden sich die KORPORATIONEN von Kunst, Kultur und Wissenschaft und kreieren die Ideen zur gesellschaftlichen Entwicklung aus voller schöpferischer Freiheit heraus. Sie stellen diese dem Rechtsleben und dem Wirtschaftsleben zur Verfügung.


4. Ein sogenannter SENAT, in dem die fähigsten Leute aus dem Wirtschaftsleben, den Rechtsleben und dem Geistesleben sich finden, koordiniert die andern drei Bereiche so, dass das Wohl für eine zusammenlebende staatliche Gesellschaft möglichst groß ist. Dieser Rat der Weisen beobachtet die Arbeit der anderen drei Bereiche und sorgt dafür, dass die Gewaltentrennung gewährleistet ist und Korruption ausgeschlossen werden kann.

So könnten sich die Völker Europas aus dem US-Imperium befreien und endlich einen eigenständigen Weg gehen. Unter diesen Voraussetzungen könnte sogar eine EU sinnvoll werden. So wie sie jetzt ist, ist sie einzig ein Wurmfortsatz der US-NATO.
Dieser Ansatz kann weiter diskutiert werden und kann erst durch die reale Anwendung seine Praxisfähigkeit beweisen. Das bräuchte Mut. Die Ukraine kann aber nur durch neue Ideen gerettet werden, um das zu werden, was sie wirklich sein sollte: Ein Bindeglied zwischen West-Europa und Russland, das ohne Wenn und Aber die echten und wirklichen europäischen Werte besser Vertritt als das us-hörige deutsche Demokratismus-Regime unter Frau Merkel, die zu Unrecht den schönen Namen “Angela” trägt.

Basel, 3. Feb. 2015, Fritz Frey (Dieses Demokratie-Verständnis hat seinen Ursprung in den Schriften von Dr. R. Steiner, die gegen Ende des Ersten Weltkrieges veröffentlicht und bei Politikern ins Gespräch gebracht hat. Der spätere Reichskanzler, Hitler, bekämpfte diese Gedanken schon in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts aufs Heftigste.)